Salvatore Meccio:
Gesang, Bouzouki, Gitarre ("battente"), Tammorra.
Schreibt die Liedtexte bzw. beabeitet traditionelle Texte und liefert die
Song-Ideen, die von den Mitgliedern der Gruppe bearbeitet werden.
Massimo Laguardia:
Gesang, Tammorra, Tamburello, Perkussion.
Der Tamburello-Meister war zusammen mit Pippo Pollina Gründungsmitglied von
»Agricantus«.
Vittorio Catalano:
Gesang, Sopransax, Flöte, Ciaramella, Launneddas.
Studierte klassische Gitarre, Saxophon und Flöte.
Nicolò Terrasi:
Gesang, akustische Gitarrre, elektrische Gitarre.
Studierte klassische Gitarre in Palermo.
Luca Lo Bianco:
Gesang, Bass.
Wuchs im Jazz-Milieu auf und studierte Kontrabass in Palermo.
Giampaolo Terranova:
Gesang, Schlagzeug, Perkussion.
Studierte Schlagzeug am Konservatorium S. Luis in Rom. Ist ein vielbeschäftigter
Session-Musiker bei Jazz-Konzerten in Sizilien.

Neue Folkmusik aus Sizilien
Man stelle sich ein riesiges Tamburin mit 50
Zentimeter Durchmesser vor, das mühelos den Schalldruck und die Klangvielfalt eines
kompletten Schlagzeugs erreicht. Das ist die TAMMORRA: eine große
Rahmentrommel mit Schellen, die in der traditionellen süditalienischen Populärmusik für
einen kraftvollen Beat und einen furiosen Drive sorgt. Man stelle sich weiter vor, sechs
temperamentvolle junge Sizilianer spielen sechs TAMMORRAs zusammen –
"unisono"!
Wer das einmal erlebt hat, ist spontan
begeistert von den peitschenden Rhythmen der "Tammurriata" und
"Tarantella", der Ausgelassenheit und Lebendigkeit, der schieren Lebenslust, die
man auf süditalienischen (Folklore-) Festen erleben kann. Aus dieser Kraft, aus diesen
Wurzeln schöpfen die sechs Musiker, die sich TAMMORRA nennen (nicht mit
der neapolitanischen Cammorra zu verwechseln!).
Die Gruppe TAMMORRA wurde
1992 in Palermo gegründet. Ihr künstlerischer Ausgangspunkt war die authentische
Folklore Süditaliens, insbesondere Siziliens. Eine überraschungsreiche, vibrierende
Musikshow brachte dem Ensemble rasch inter-nationalen Erfolg. Ausgedehnte Konzertreisen
führten die sechs Musiker zunächst auf das italienische Festland, dann in die Schweiz
und nach Österreich, nach Ungarn, Slowenien, Kroatien, Spanien, Portugal und seit 1996
auch regelmäßig nach Deutschland. Im Januar 2000 erhielten sie den einzigen in
Deutschland vergebenen Förderpreis für europäische Folkmusik, den "Eisernen
Eversteiner" des Plauener Folkherbst.
Im Laufe der Jahre haben die Musiker den Sound der Gruppe ständig verfeinert, neue Ideen
entwickelt und "fremde" Einflüsse aufgenommen: Jazz- und Pop-Elemente,
Latin-Sprengsel, Rap, TripHop – you name it. Mit viel Geschick und Feingespür, aber
auch mit fundiertem musikalischen Wissen und Können entwickelt TAMMORRA
auf der CD »SALI« eine zeitgemäße, originelle und überzeugende
Synthese: neue mediterrane Folkmusik ohne kulturelle Scheuklappen.
Die Liedtexte – außer »Tarantella de Gargano« alle im sizilianischen Dialekt –
offenbaren einen meisterhaft ironischen Ausdruck, reich an Metaphern. "Wir Sizilianer
haben gelernt, die Ironie zu beherrschen. Sie ist eine nützliche Beigabe der
Schreibkunst, denn sie hilft uns, die Schilderung mit Scharfsinn zu würzen", sagt
Salvatore Meccio, Autor, Sänger und Gitarrist der Gruppe. Hiermit knüpft er an eine
kulturelle Eigenheit an, die man auch von den weltberühmten sizilianischen
Schriftstellern Pirandello, Sciascia und Camilleri kennt.
So ist auch der Titel »SALI« – das Salz, zu dem die Küstenbewohner
Siziliens durch die Arbeit in den großen, alten Salinen eine besondere Beziehung haben
– eine Metapher für das Leben.
Mit diesem Text, der während der Salzernte auf den Salinen gesungen wurde, beginnt die
CD, und sie endet mit dem a-capella-Stück, »Die Schnecken«, einem der beliebtesten und
komischsten palermitanischen Lieder, das bei heiteren gesellschaftlichen Anlässen
gesungen wird. Dazwischen brennt TAMMORRA ein musikalisches Feuerwerk mit vielen
Überraschungen ab, voller Energie, Rhythmus und Lebensfreude.

Hier können
Sie etwas über die Bedeutung
des Titels »Sali« (dt. Salz) erfahren
(italienisch mit deutscher Übersetzung)
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