
Best.-Nr.: Vollton 10021
Unser Preis: EUR 16,00
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Künstler:
Saudade Nova |
Thomas-Maria Reck:
Gesang Die Blüte der brasilianischen Bossa Nova Als Mitte der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts die städtische Jugend Brasiliens in die Moderne aufbrach, geschah etwas Außerordentliches. Musiker wie João Gilberto, Antonio Carlos Jobim, Sängerinnen wie Elis Regina und Wanda Sa und Dichter wie Vinicius de Moraes oder Chico Buarque schufen die erste Weltmusik, die aus dem Süden stammte. Diese jungen Künstler eiferten dem harmonischen und melodischen Reichtum des nordamerikanischen Jazz nach und verbanden ihn mit der brasilianischen Eleganz und Poesie in Rhythmus und Sprache. Tom Jobim, der Alchemist der Bossa Nova-Komposition überflügelt selbst seine großen Idole wie Cole Porter oder George Gershwin und wurde zu einem der größten Komponisten des Jazz im 20. Jahrhundert.
Während Bossa Nova im Jazz oft auf eine intellektuelle und eher schwere Art interpretiert wird, lassen die drei Musiker die ursprünglich erzählerische und liedhafte Form wieder aufleben. Damit setzt Saudade Nova ganz neue Akzente. Die Rolle des Erzählers übernimmt der schweizer Sänger Thomas-Maria Reck, der die portugiesischen Texte elegant artikuliert und mit heiterer Leichtigkeit - fast wie wie im Vorbeigehen - intoniert. Da kann der Basler Jazz-Sänger auf seine jahrzehntelangen Sprachstudien und Musik-Erfahrungen in Brasilien zurückgreifen. Auf vorrangig akustischen Gitarren erstellt Max Zentawer die komplexen harmonischen Strukturen. Hier ist der in Freiburg ansässige Musiker und Lehrbuchautor der gitarristischen Hochkultur Brasiliens auf der Spur und verschreibt sich ganz der Kunst der großen Meister wie Baden Powell, Toninho Horta oder João Bosco. Auf einigen Tracks lässt er aber auch seine Virtuosität als Jazz-Solist auf der elektrischen Gitarre aufblitzen. Die größte Herausforderung aber hat Arno Pfunder zu meistern. Es wäre ein Leichtes, die Feinheit der Stimme und die Zerbrechlichkeit der Konzertgitarre mit Samba-Trommel-Salven zu erschlagen. Dieser Gefahr geht der markgräfler Schlagwerker souverän aus dem Wege. Für Saudade Nova hat er einen "perkussiven Spielgarten" zusammengestellt, ein minimalistisches Drumset und einige genre-spezifische Handperkussionsinstrumente. Stets leicht und transparent ist sein Spiel, aber auch dynamisch und druckvoll wenn es das Arrangement verlangt. Einfühlsam verbindet er den Swing des Bossa Nova mit dem modernen Diktum des Jazz.
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Titel: 01 Chega De Saudade
3:32 (Tom Jobim & Vinicius De Moraes) Aufnahme + Mischung:
Friedemann Witecka, Studio F, 79283 Bollschweil, März 2008
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